D: Vier Leichtverletzte bei Brand einer Toilettenanlage in einer Stuttgarter Fachklinik
STUTTGART (DEUTSCHLAND): In vielen besonders gefährdeten Gebäuden werden automatische Brandmeldeanlagen zur schnellen Verständigung der Feuerwehr vorgeschrieben. Schon beim Vorhandensein geringer Mengen Rauchgase lösen diese aus und verständigen die Leitstelle der Feuerwehr. Durch eine solche Brandmeldeanlage wurde die Integrierte Leitstelle um 21.08 Uhr des 30. Dezember 2020 aus einer Stuttgarter Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie informiert.
Aufgrund der besonderen Gebäudenutzung alarmierte die Integrierte Leitstelle umgehend zwei Löschzüge, ihren Einsatzführungsdienst sowie verschiedene Sonderfahrzeuge. Diese Maßnahmen zahlten sich auch aus, denn vor Ort wurde eine Auslösung mehrerer Brandmelder festgestellt. Das Ansprechen von mehreren Brandmeldern in einem Bereich deutet unmittelbar auf einen Brand hin.
Bei Eintreffen der Feuerwehr war bereits eine Räumung der Klinik durch das anwesende Personal im Gange. Diese wurde durch mehrere Trupps der Feuerwehr unterstützt. Etwa 20 Patienten mussten im Erdgeschoss des Klinikbereichs betreut werden. Parallel zur Räumung wurde der betroffene Bereich, das 3. Obergeschoss, durch Trupps unter Atemschutz erkundet. Durch die vorgehenden Trupps konnten schnell eine Rauchentwicklung und ein Kleinbrand in einer Toilettenanlage entdeckt werden. Mit den mitgeführten Löschgeräten konnte der Brand sehr rasch abgelöscht werden.
Trotz der schnellen Früherkennung des Brandes durch die automatische Brandmeldeanlage breitete sich giftiger Brandrauch bereits im gesamten Rauchabschnitt des Flures aus, so dass umfangreiche Lüftungsmaßnahmen erforderlich waren. Der Brand konnte auf die Toilettenanlage sowie die Rauchausbreitung auf den Rauchabschnitt begrenzt werden. Jedoch ist der vom Brand betroffene Bereich vorerst nicht mehr nutzbar, so dass die Patienten auf andere Stationen vorrübergehend verlegt werden mussten.
Personenschaden: 4 leicht verletzte Personen mit einer Rauchgasvergiftung.