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Oö: Großeinsatz wegen Fliegerbomben-Fund in Wels → und es war dann doch keine

WELS (OÖ): Ein Großeinsatz lief zu Mittag des 19. Jänner 2023 in Wels-Lichtenegg, nachdem am Vormittag bei Bauarbeiten vermutlich eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde. Mehrere Gebäude wurden evakuiert.

Bei Bauarbeiten im Bereich der Durisolstraße im Welser Stadtteil Lichtenegg haben Bauarbeiter am Donnerstagvormittag ersten Angaben zufolge eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Umliegende Gewerbegebäude – darunter mehrerer große Firmenkomplexe wurden daraufhin evakuiert. Ebenso soll ein Kindergarten geräumt worden sein. Die evakuierten Personen wurden in Nachbargebäuden untergebracht. Der Nahbereich wurde durch ein Großaufgebot der Polizei abgesperrt.

Die Polizei bestätigt, dass bei Bauarbeiten eine Bombe gefunden wurde. Ein Sperrkreis wurde aufgezogen. Die Exekutive hat – nach einer Sichtung durch ihr sprengstoffkundigen Organs und eines Experten eines anwesenden Kampfmittelräumdienstes – zwar bestätigt, dass es sich tatsächlich um eine Fliegerbombe handeln würde. Der eintreffende Mitarbeiter des Entminungsdienstes des Bundesheeres konnte allerdings Entwarnung geben. Es handelte sich um einen ungefährlichen Gegenstand.

Pressefotos Laumat.at

Meldung der Polizei

Am 19. Jänner 2023 um 9:50 Uhr wurde die Polizei nach Wels zu einer dortigen Baustelle gerufen, da bei den Bauarbeiten eine Fliegerbombe aufgefunden worden sei. Aufgrund der Bauarbeiten und der dortigen Lage befand sich bereits eine Fachfirma für mögliche Kriegsreliktfunde vor Ort. Bei dieser Baustelle hatte der Baggerfahrer eine Bombe ausgegraben und soll dabei den Zünder bereits beschädigt haben und deshalb bestehe hohe Explosionsgefahr.

Aufgrund dieser Ausganglage wurden zusätzliche Streifen hinzugezogen, das dortige Gebiet sofort großräumig abgesperrt, sowie aufgrund der Tatsache, dass sich unterhalb der Fundstelle eine Gasleitung befand die ganz Wels versorgt, sofort weitere Maßnahmen getroffen. Das Sprengstoffkundige Organ der Polizei und der Entminungsdienst des Bundesheeres wurden umgehend angefordert. Die umliegenden Firmengebäuden sowie ein Kindergarten mussten evakuiert und in anderen Gebäuden untergebracht werden.

Letztendlich konnte bei der Begutachtung durch den Entminungsdienst das gefundene Kriegsrelikt nach der Evakuierung begutachtet werden. Es handelte sich dabei um keine Bombe – sondern um einen nicht identifizierbaren Gegenstand, der täuschend echt aussah wie eine Bombe. Somit konnte Entwarnung durchgegeben und die Sperren sowie Evakuierungsmaßnahmen daraufhin wieder aufgehoben werden.

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