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Ivecos Trennung vom Feuerwehrunternehmen Magirus in Vorbereitung → erste Gespräche laufen

Über italienische Medien konnte Fireworld.at am 20. Juli 2023 in Erfahrung bringen bzw. berichten, dass das italienische Lastwagen- und Busunternehmen aufgrund der Informationen bzw. Aussendungen der Gewerkschaften sich offenbar vom Feuerwehrsektor trennen will. Fireworld.at hatte hier berichtet: Iveco will sich von der Produktion von Feuerwehrfahrzeugen trennen. Inzwischen wird es nicht nur offiziell, sondern es sollen auch schon erste Gespräche mit Interessenten laufen.

Mit 3. August 2023 haben nun auch das deutsche Portal ntv.de bzw. mit 2. August 2023 die Frankfurter Allgemeine die Thematik aufgegriffen. So wird die Absicht der Loslösung von Magirus offenbar nun immer konkreter. Laut dem Bericht sagte der Iveco-Vorstandsvorsitzende Gerrit Marx, dass die Gespräche mit verschiedenen Interessenten bereits begonnen hätten. Ihm zufolge hätte Magirus zuletzt einen Verlust von 30 bis 40 Millionen Euro im Jahr eingefahren.

Ivecos gewinne steigen indessen weiter

Bei Iveo selbst soll der Umsatz indessen im zweiten Quartal 2023 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen sein! Vor diesem Hintergrund erwartet Iveco für das gesamte Jahr 2023 einen bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen von 750 bis 800 Millionen Euro (gegenüber 600 bis 640 Millionen Euro zuvor).

Das vor mehr als 150 Jahren gegründete Unternehmen Magirus gilt unter anderem als Erfinder der Drehleiter. Heute arbeiten für Magirus rund 1.000 Mitarbeiter in Ulm (Deutschland) sowie weitere 200 im italienischen Brescia und bei Graz in der Steiermark.

„Magirus wird wichtig bleiben“

„Was wird nun aus Magirus werden“, fragen sich sicher viele. Der Chefredakteur des „Feuerwehrmagazins“ aus Bremen, Jan Erik Hegemann (ein „alter“ Hase auf dem Gebiet) schrieb vor einigen Tagen: „Ich persönlich bin mir sicher: Dieses Unternehmen wird auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Die Drehleitern genießen weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Da muss sich niemand Sorgen machen. Bei der Produktion der Löschfahrzeuge gibt es allerdings noch Luft nach oben, wie selbst Insider einräumen. Aber auch hier halte ich ruhige Fahrwasser für erreichbar. Beim Thema ferngeführte Löschsysteme und Löschroboter zum Beispiel ist Magirus ganz vorne mit dabei. Und tatsächlich kann die Trennung für Magirus eine große Chance sein. Denn wenn man ganz ehrlich ist, hat die Zugehörigkeit zur Iveco Group – die wiederum Teil des Fiat-Konzerns ist – keine nennenswerten Vorteile beschert.

Aktuell werden schon erste Namen von möglichen Investoren oder strategischen Partnern gehandelt. Immer wieder ist der Name des japanischen Feuerwehrfahrzeug-Herstellers Morita zu hören. Dessen Einstieg könnte wirklich Sinn machen. 2015 übernahmen die Japaner auch schon den finnischen Hubarbeitsbühnenhersteller Bronto Skylift. Magirus würde ideal dazu passen. Und auch der Naffco-Gruppe mit dem Hauptsitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird ein Interesse nachgesagt. Investoren könnten ferner aus den USA, China oder Indien kommen.

Tatsächlich könnte Magirus von so einer Partnerschaft ungemein profitieren. In den USA und China (immerhin zwei der größten Märkte weltweit) ist Magirus aktuell noch nicht wirklich vertreten. Mit dem richtigen Partner könnte der europäische Anbieter Magirus womöglich zum Global Player aufsteigen.“

Der Löschpanzer von Magirus.

Iveco war wirtschaftlich unzufrieden

Der Artikel des Chefredakteurs wird von einem User kommentiert: „Wem die Quelle “Südtirol-News” nicht als zuverlässig genug erscheint, kann im Internet auf der Plattform “Italy24” die gemeinsame Aussendung der Pressebüros der italienischen Gewerkschaften Fim, Fiom, Uilm, Fismic, Uglm und Aqcfr mit Ort (Rom) und Datum (20. Juli 2023) im Original nachlesen. Die Mitteilung anlässlich einer zuvor erfolgten Unterredung mit dem Management stellt dabei vor allem darauf ab, dass trotz der Qualität der bei der Magirus GmbH erzeugten Produkte das in den vergangenen zehn Jahren erzielte Ergebnis wirtschaftlich unbefriedigend geblieben ist.

FEUERWEHRMAGAZIN BRENNPUNKT → brennpunkt.net

Der Grund für die Suche nach einem Investor findet sich betrieblich insofern in einem opportunistischen Handeln, das die Transaktionskosten weit in die Höhe schnellen lässt. Hielte das in Ulm/Do. ansässige Unternehmen darin inne, entfiele schon ökonomisch jedweder Zwang, die Sparte aus dem Konzern womöglich ausgliedern zu müssen. Angesichts dessen täte es Not, mit dem in Rede stehenden Opportunismus zu brechen. Ansatzpunkte für den Bruch sind zwar spätestens seit den frühen 1990er Jahren wissenschaftlich eindeutig identifiziert. Es fehlt aber zumindest in Deutschland den Regierungen der Länder und auch der Bundesregierung noch immer politisch der Wille, ihn hoheitlich zu verwirklichen. Anscheinend ist dem Staat mehr daran gelegen, die Lösung grundlegender Gestaltungsprobleme weiterhin vor sich herschieben zu können.“

Artikel vom 20. Juli 2023: Iveco will sich von der Produktion von Feuerwehrfahrzeugen trennen

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