Ktn: 4-Achs-Autokran stürzt von A 10 rund 30 m ab und geht in Flammen auf → ein Toter (55)
VILLACH (KTN): Gegen 04:36 Uhr des 28. März 2024 wurde die Hauptfeuerwache Villach gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Töplitsch zu einem Feuerschein auf die B100 Drautal Bundesstraße alarmiert.
Als die ersten Kräfte eintrafen, konnte als Ursache für das Feuer ein brennender Lkw unterhalb der Autobahnbrücke A10 festgestellt werden. Sofort wurden erste Löschmaßnahmen eingeleitet und weitere Kräfte der Hauptfeuerwache Villach gemeinsam mit der FF Vassach, Wollanig und Fellach alarmiert. Aus noch unbekannter Ursache kam ein Autokran von der Fahrbahn kurz nach dem Oswaldibergtunnel ab, durchschlug die Leitschiene und stürzte rund 30 Meter auf die darunter liegende Böschung. Durch den Aufprall begann der Kran zu brennen.

Durch die Vornahme von zwei Löschleitungen und konnten die Atemschutztrupps die ersten Löschmaßnahmen einleiten und zusätzlich durch Einsatz des Dachwasserwerfers der FF Töplitsch konnte der Brand schließlich rasch eingedämmt werden. Zum Aufbau einer stabilen Wasserversorgung aus dem naheliegenden Drau Fluss wurden die Freiwilligen Feuerwehren Puch, St. Martin, Pogöriach und Möltschach seitens der Leitstelle Villach verständigt. Parallel dazu wurde durch das Rüstlöschfahrzeug der Hauptfeuerwache die Personenrettung des eingeklemmten Fahrers mittels schweren technischen Gerätes vorgenommen, berichtete Einsatzleiter HBI Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache Villach.
Nach Entfernen der Windschutzscheibe sowie des Lenkrades konnte der Mann aus dem Fahrzeug mittels „Spineboard“ geborgen werden. Gemeinsam mit dem anwesenden Notarzt und dem Roten Kreuz mussten sofort im steilen Gelände Reanimationsmaßnahmen eingeleitet werden. Die Bergrettung Villach sicherte die Feuerwehreinsatzkräfte in dem sehr steilen Gelände bei der mühsamen Arbeit. Leider waren alle Rettungsmaßnahmen vergebens und der Lenker verstarb noch an der Unfallstelle, so Einsatzleiter Geissler weiter.

Per 11 Uhr sind Bergunternehmen vor Ort, welche die weiteren Maßnahmen zur Bergung des Kranfahrzeuges besprechen und planen. Insgesamt waren rund 160 Feuerwehrkräfte mit 27 Fahrzeugen, der oben erwähnten Feuerwehren, gemeinsam mit der Bergrettung, der Polizei sowie dem Roten Kreuz im Einsatz.
Meldung der Polizei
Am 28. März 2024 kurz nach 04:00 Uhr lenkte ein 55-jähriger Berufskraftfahrer aus Klagenfurt einen Kranwagen auf der Tauernautobahn (A 10) von Villach kommend in Richtung Salzburg. Im Bereich Obere Fellach geriet der Kranwagen auf einer Brücke der A 10 aus ungeklärter Ursache an den rechten Fahrbahnrand und durchschlug die Leitschienen. Der LKW stürzte dabei rund 30 Meter in die Tiefe und kam im steilen bewaldeten Abhang zum Stillstand und geriet in Brand. Die alarmierten Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren Villach, Töplitsch und der Hauptfeuerwache Villach konnten den Brand gegen 05:25 Uhr löschen.

Der 55-Jährige musste aus dem Fahrzeug geborgen werden und verstarb noch an der Unfallstelle. Der Kranwagen wurde schwer beschädigt und wird im Laufe des Tages geborgen werden. Die Leitschienen wurden auf einer Länge von rund 60 Meter zerstört und werden sofort ersetzt werden. Die unter der Autobahn führende B 100 war für die Dauer des Einsatzes von 04:50 bis 07:15 Uhr in beiden Richtungen aufgrund der Berge- und Löscharbeiten gesperrt. Im Einsatz standen neben Notärzten und Sanitätern, 150 Feuerwehreinsatzkräfte mit 27 Fahrzeugen.