Einen Schritt weiter: die neue EU-Sicherheitsverordnung und Daimler Trucks Vision Zero
Sicherheit hat bei der Daimler Truck AG Tradition, so gehen bereits einige bahnbrechende Weltneuheiten auf das Konto des Nutzfahrzeugherstellers. Auch der neuen EU-Sicherheitsverordnung, die ab Juli 2024 in Kraft tritt, ist man technologisch mit einigen Assistenzsystemen bereits einen Schritt voraus. Maßgeblichen Anteil daran hat Ingo Scherhaufer, Projektleiter für Aktive Sicherheit bei Daimler Truck und Träger des Europäischen Sicherheitspreises Nutzfahrzeuge. Im aktuellen „be a mover“ talk mit Jörg Howe, Generalbevollmächtigter für Kommunikation und Außenbeziehungen bei Daimler Truck, geht es u.a. um die Vorreiterrolle in Sachen Verkehrssicherheit, die neue EU-Verordnung, Assistenzsysteme der nächsten Generation und die Vision vom unfallfreien Fahren.
Auch die Fahrgestelle der Feuerwehrfahrzeuge werden somit in den nächsten Jahren an dieser Thematik nicht vorbeikommen.
Sicherheit für Alle
Ingo Scherhaufer hat sehr großes Vertrauen in sein Team und die gemeinsam entwickelten technologischen Innovationen. Nahezu seine gesamte berufliche Laufbahn widmet er sich der Vision vom unfallfreien Fahren, mit beeindruckenden Resultaten. Dass Daimler Truck in Sachen Sicherheit eine der Führungspositionen einnimmt ist kein Zufall.
„Das dürfen wir durchaus behaupten, dafür sind wir mitunter ausgezeichnet worden. Weil wir einfach schon sehr lange in dieses Thema kontinuierlich investieren. Wir waren in vielen Fällen Vorreiter, haben z.B. das erste Notbremssystem erfunden. Dadurch, dass wir immer eigene Lösungen forcieren, sind unsere Gedanken in unseren Fahrzeugen drin“, stellt Scherhaufer auf Howes Frage nach einem Führungsanspruch in Sachen Sicherheit fest. „Interessant ist, dass die meisten Systeme eigentlich informierend-warnend sind. Da unterscheiden wir uns ein bisschen, weil wir davon überzeugt sind, dass es wichtig ist, das Unfallgeschehen auch dort beeinflussen zu können, wo der Mensch an seine Grenzen kommt. Daher versuchen wir aktiv in das Geschehen einzugreifen , in die Lenkung, in die Bremse, und können so auch wirklich Unfälle vermeiden. Damit gehen wir deutlich einen Schritt weiter, als die reinen Verordnungen es heute verlangen.“
Die richtigen Impulse
Letztendlich gehe es um Millisekunden, die darüber entscheiden, ob ein kritischer Zustand entstehe oder nicht. Genau dort können die Systeme den Fahrern den richtigen Impuls geben, zu reagieren. Auf Howes Frage nach neuen verpflichtenden Assistenz-Systemen aufgrund der aktuellen GSR (General Safety Regulation), erläutert Scherhaufer die wichtigsten Systeme und deren Funktionen. Obligatorisch seien nun etwa Abbiege-Assistent, Aufmerksamkeits-Assistent, Reifendruckkontrolle, Rückfahrkamera oder auch Geschwindigkeitsüberschreitungswarnung. Eine besondere Entwicklung sei der Active Brake Assist in der sechsten Generation – ein System mit sensorischer Umgebungserfassung, dass dabei helfen kann, zum Beispiel Auffahrunfälle zu vermeiden, das auch in der Lage ist Fahrradfahrer und Fussgänger zu erkennen.
Ziel sei es insgesamt, im Sinne der Vision Zero, die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren bzw. deren Folgen zu mindern – und letztendlich so Unfalltote zu vermeiden. Wichtig ist daher, Lösungen so zu entwickeln, wie es der reale Einsatz erfordere. So habe man beispielsweise in der jüngsten Entwicklungsphase über 6 Millionen Kilometer Realdaten auf internationalen Straßen gesammelt und ausgewertet. Dabei stehe man regelmäßig im Austausch mit Fahrern, um die Performance auch aus deren Perspektive zu optimieren und diese zu befähigen, in kritischen Situationen optimal zu reagieren und Unfälle zu vermeiden.
Vision vom unfallfreien Fahren
Für die Zukunft verspricht Scherhaufer: „Wir haben noch viel vor und ich glaube man spürt, dass wir jetzt einen weiteren Schritt gemacht haben, wir wollen aber weiter an der Vision vom unfallfreien Fahren arbeiten. Ich kann noch nicht so viel verraten, aber wir haben schon einige tolle Gedanken, wie wir die nächsten Schritte auf die Straße bringen könnten.“